Vogelbeer-Marmelade
Diesen Spätsommer verspüre ich eine besonders starke Anziehung zu den Früchten der Eberesche (Sorbus aucuparia), den Vogelbeeren.
Auch wenn ich bis vor einigen Jahren noch der festen Überzeugung war, dass sie giftig sei, weiß ich jetzt dass die Vogelbeere nicht nur lecker sondern auch sehr gesund ist.
Die Beeren haben roh eine abführende Wirkung woraus wahrscheinlich der Irrglaube entstand, dass sie ungenießbar seinen, doch durch Abkochen der Apfelfrüchtchen wandelt sich die Parasorbinsäure, die für die Magenbeschwerden verantwortlich ist, in Sorbinsäure um und wird somit genießbar.
Man kann natürlich ein paar Beeren ohne bedenken direkt roh vom Baum probieren, doch der bittere Geschmack und die Gerbstoffe machen es keinen wahren Genuss, die gute Nachricht ist, dass auch die Bitterkeit mit dem Kochen abgemildert wird.
Nach dem ersten Frost werden sie auch noch etwas süßer, wer nicht warten will kann sie auch einige Tage im Kühlfach einfrieren oder in Essigwasser einlegen um sie zu entbittern. Wie immer beim Sammeln in der Natur ist es wichtig genug für die Tiere und andere Sammler übrig zu lassen und nur so viel zu nehmen wie man braucht und das von möglichst vielen verschiedenen Bäumen.
Ich habe eine Vogelbeer-Apfel Marmelade zubereitet und sie schmeckt herrlich herb-fruchtig. Außerdem ist sie eine wahre Vitamin C Bombe und hilft bei Heiserkeit. Wegen den Bitterstoffen ist sie außerdem gut für die Verdauungsorgane und soll auch bei Gallenbeschwerden helfen und generell den Stoffwechseln anregen.
Für mich steht sie für die Erntezeit und die Fülle, eine Eberesche kann so viele Beeren tragen, dass sie einem schon von Weitem ins Auge springt.
Demnächst werde ich auch noch einen Vogelbeerwein ansetzen und dieses Wundervolle Rosengewächs weiter kennenlernen.
Frohes Mabon wünsche ich euch allen.
This late summer I feel a really strong connection with the berries of the rowan tree (sorbus aucuparia). Even though I always thought they would be poisonous to humans I now know that they are not only delicious but also really healthy.
The berries are a purgative when eaten raw in big amounts but if you cook the small apple fruits the parasorbic acid transforms into a sorbic acid and becomes eatable.
Of course you can try some of the berries directly from the tree but because of their bitterness it is not going to be very delightful, the good news is, that they also become milder when cooked.
After the first frost they even become a bit sweet, so for those who do not want to wait: you can put them in the freezer for some days. As always when we collect treasures from the nature we make sure that we only take the amount we can use and leave enough fruits on the tree for animals and other collectors.
I made a rowanberry-apple-jam and it tastes amazingly intense and fruity. They are a true vitamin C bomb and help with throat problems. Because of their bitter compounds they are good for the digestive system and generally enhance the metabolism.
For me they symbolize a time of harvest and abundance, a rowan tree carries so many red berries that you can see its beauty from afar.
Soon I will also make a rowanberry wine to get to know this wonderful rosaceous plant a it better.
I wish you all a happy Mabon.
Alle Texte und Fotos (co) Cheyenne Vogel

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