Back to the roots: Löwenzahnwurzel
Die dunkle Jahreszeit ist hier, sie Tage werden immer kürzer und das Licht immer wertvoller. Wir sind Lichtwesen und brauchen das Licht als Quelle unserer Energie, der Körper speichert Energie in Form von Vitamin D das über die Uv Strahlen aufgenommen wird.
Doch in der Dunkelheit liegt auch eine verborgene Kraft, Selbst Reflexion ist sehr wichtig, was am lichten Tag erlebt wurde, wird in der Dunkelheit, im Schlaf und Traum verarbeitet. So überwiegt in der dunkel Jahreszeit die Kraft derSpeicherung und Verarbeitung von Informationen, die in der lichten Jahreszeit gereift sind.
Genau diese Prinzip finden wir auch in der Natur, im Frühling und Sommer reifen die Pflanzen heran, bilden loten und Früchte stecken all ihre kraft in die sichtbaren oberen Teile des Seins. Im Herbst ist die Erntezeit, und alles was herangereift ist muss ins Haus gebracht werden, zur Speicherung und Verarbeitung. Die die Wirkstoff Kraft der Pflanzen wandert nun in die Wurzel und die Samen.
Sinnbildlich steht die Wurzel für das Unterbewusstsein des Menschen, es gibt auch das kollektive Unterbewusstsein, dieses ist wie das Wurzelnetzwerk ein Netzwerk, das die Menschen miteinander verbindet, etwas was nicht sichtbar ist, und doch ist es die Grundlage allen Lebens.
Im Frühsommer habe ich mich bereits mit dem Löwenzahn (Taraxacum officinale) beschäftigt und die Blätter als Salat gegessen, außerdem stellte ich einen Löwenzahnhonig/Sirup aus den Blüten her. Jetzt im Herbst sieht man wie die Blattrosetten an Kraft verlieren und immer kleiner werden, so als würden sie in den Boden hinein gezogen werden.
Die Wurzel ist nun der potenteste Bestandteil der Pflanze, sie Speichert die Energie dort für das nächste Jahr.
Sie ist reich an vielen Wirkstoffen einer davon nennt sich Inulin, es ist ein Kohlenhydrat und wirkt sich potsitiv auf den Verdauungstrakt aus, außerdem soll er Osteoporose und Übergewicht vorbeugen.
Die Wirkung auf den Verdauungstrakt lässt sich zurückführen auf das Inulin, eine Kohlenhydrat Verbindung, die unter anderem Fructose oligosaccharide enthält, die bestimmte Bakterienstämme im Magen unterstützen und somit das Immunsystem stärken, sie können also die Magendarm Flora vor Krankheitserregern schützen.
Dann gibt es auch noch Taraxasterol, das sich ja schon im lateinischen Namen der Pflanze ankündigt (Taraxacum officinale). Dieser Wirkstoff ist ein Sesquiterpen und hat entzündungshemmende Eigenschaften, wirkt also unterstützend bei Rheuma und Arthritis und auch bei Blasenentzündung kann es in Kombination mit anderen Pflanzen (z.b. Johanniskraut) eine entzündungshemmende Wirkung haben.
Jetzt gibt es einige Studien, die zeigen, dass besonders zwei Komponenten, die in Löwenzahn erhalten sind eine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel von Diabetes Typ 2 Patienten aufweisen. Taraxasterol und Chlorogensäure. Diese zwei Wirkstoffe regulieren die glucose Aufnahme im Dünndarm und können somit einem erhöhten Blutzuckerspiegel vorbeugen.
Diabetes Typ 2 ist eine sehr weit verbreiteten Zivilisationskrankheiten in der heutigen zeit und daher sollte man versuchen dieser Krankheit vorzubeugen. Die Chologensäuren und das Taraxasterol wirken unterstützend auf die Bauchspeicheldrüse, welche das insulin produziert, das eine wesentliche Rolle bei der Verstoffwechselung von Zucker spielt.
Also kann Löwenzahn nicht nur Übergewicht vorbeugen sondern auch Diabetes Typ 2.
Das Ernten der Löwenzahnwurzeln ist ein bisschen aufwändig lohnt sich aber. Die Pfahlwurzel sitzt sehr tief und je nach Bodenbeschaffenheit braucht man Hilfsmittel um sie zu befreien.
Es fühlt sich ein bisschen komisch an in die unteren Erdschichten zu graben, da wir diesen Vorgang in meinem Gemüsegarten vermeiden und das jährliche Umgraben auf Mulchen mit organischen Masse umgestellt haben.
Wenn man sich aber bewusst ist, dass viele kleine Lebewesen in den unteren Schichten der Erde leben, kann man behutsam sein und das gegrabene Loch, nachdem man die Wurzel aus der Erde gelöst hat, wieder verschließt.
Es ist fast unmöglich die gesamte Löwezahnwurzel auszugraben, was auch gut so ist, denn auch wenn nur ein kleiner Teil der Wurzel in der Erde stehen bleibt, so kann sie im nächsten Jahr wieder Weiterwachsen.
Löwenzahn schmeckt relativ bitter, doch das liegt wahrscheinlich daran, das wir es ind er heutigen Zeit nichtmehr gewöhnt sind Bitterstoffe zu essen. Alles ist gezuckert, schmeckt sehr süß oder sehr salzig, viele Geschmacksrichtungen werden dabei vernachlässigt.
Die Bitterstoffe sind sehr gesund für den Magen und Darm und ich denke, wir sollten uns wieder mehr daran gewöhnen auch bittere Lebensmittel in unsere Ernährung einzubauen.
Ich habe die Wurzeln gewaschen und kurz in heißem Wasser gekocht (2Minuten) dann lässt sich die Schale wie bei Rote Beete Knollen leicht entfernen.
Danach kann man sie nach belieben zubereiten, gekocht, gebraten oder einfach so, sie können mit ein wenig Marinade sehr schmackhaft sein.
Es gibt auch die Möglichkeit, die Wurzeln zu trocknen und zu Tee zu verarbeiten oder eine Tinktur herzustellen, als Winter Immun Stärkung soll die Tinktur sehr hilfreich sein.
Ich habe einen Teil frittiert und mit Reis, Tofu und einer Blumenkohl Kürbis Creme Verspeist.
Es war köstlich.
Den Rest werde ich Trocknen und in Teemischungen Verarbeiten.
Alle Texte und Fotos (co) Cheyenne Vogel
Quellen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5553762/

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